Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 57. Band.1928
Seite: 102
(PDF, 100 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_57_1928/0136
HERMANN BINZ.

SINNENDE

So wichtig indessen für Hermann Binz seine
Tätigkeit im Dienst der Architektur — auch
als Schule des Stilgefühls — geworden ist, den
Schwerpunkt seines künstlerischen Interesses
bildete doch von Anfang an die freie Plastik.
Hier, wo er, an keine vorgeschriebene Aufgabe
gebunden, aus dem freien Trieb seiner künstlerischen
Schaffensfreude heraus gestalten kann,
gibt er sich von seiner eigensten und interessantesten
Seite. Es ist die Darstellung des
weiblichen Körpers in seinem unerschöpflichen
Reichtum an künstlerischen Problemen. Aus
dieser Quelle heraus sehen wir auch das Ziel

seiner künstlerischen Entwicklungsich zu einem
immer reineren und bestimmteren Ergebnis
abklären. Die anfängliche Befangenheit im
Gegenständlichen wird überwunden. Der Küns tler
ringt sich zur Selbständigkeit der Natur
gegenüber, zur Unabhängigkeit vom Modell
durch. Er erreicht schließlich jene geistige
Freiheit des Gestaltens, in der die Form zum
reinen, absoluten Träger der in Proportion
und Rhythmus gegebenen Schönheitswerte:
das plastische Kunstwerk gleichsam zu einer
in den Stein übertragenen Musik der Linien
wird.

102


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_57_1928/0136