Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 57. Band.1928
Seite: 118
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CUNO AMIET. OBSTERNTE

sinnlichen Gefühles, des Sujets, erreicht war,
konnte die Vielheit der Farbe sich nicht mehr
halten, sie war nicht mehr verankert in der
Notwendigkeit der künstlerischen Vision. Das
ursprüngliche Grün, Blau, Rot und Orange
mußte in einer Synthese der Apfelvorstellung
zusammenschmelzen. Da mußte vor allem das
Grün als Gegensatz zum Apfelrot weichen; sobald
dieser Feind der Einheit verbannt war,

wich das Blau von selber als dunkle Kontur,
als architektonisches Mittel in die Weite des
Bildes und wurde fast schwarz. So blieb das Rot
siegreich auf dem Felde und konnte Orange als
Strahlung und Uberschicht ohne weiteres ertragen
, weil es der Farbensynthese nicht widerspricht
, die rote Einheit nicht beeinträchtigt.
Und so war eigentlich gar nichts geopfert. Alle
Farben haben sich in Nuancen von Rot ver-

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