http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_57_1928/0317
MAX KAUS. MÄDCHEN AM FENSTER
Künstlerbund-Ausstellung, Hannover
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zehnts schneller und besser überwunden hat
und auf dem Wege zur Gestaltung des neuen
Wesens und Gefühls vor der Malerei zur Zeit
einen großen Schritt voraushat. WTerke, so sicher
und gemeingültig, so frei und geschlossen zugleich
wie Georg Kolbes „Herabsteigende" hat
die Malerei nicht aufzuweisen. Auch Hermann
Hallers Frauenkopf und Mädchentorso und
mehrere Figuren von Karl Albiker bestätigen
den Eindruck, daß die Zeit unruhig-unfruchtbaren
Experimentierens abläuft und eine positi-
vereEinstellungsich durchsetzt.HerrnannHahns
Bronzen vereinen eine unmittelbare und positive
, freilich nicht laute Lebendigkeit mit gelassen
klassischer Haltung. Edwin Scharffs große
„Figur für einen Theaterbau", mehrere Figuren
von Ernesto de Fiori, eine große weibliche Figur
von Alfred Lörcher erweitern den Ausblick.
Milly Steger, Emmy Roeder, Hans W issel stehen
noch stark unter exotischem und primitivem
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