http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_57_1928/0396
JOH. KNUBEL. JUNGES MADCHEN
Ausstellung Düsseldorf
Form und subtiler Deutlichkeit zeigen Kanoldt,
Unold, W. Schraid. Noch immer stark ist die
Porträtkunst der Alteren: Liebermann, Slevogt,
L. v. König, Kalckreuth sind gut vertreten.
Kokoschka kommt leider nur ungenügend zur
Geltung. Dix wirkt wenig glücklich. Beckmann
, R. Levy, A. Kaufmann, Schrimpf, Groß,
E. R. Weiß, de Haer sprechen in charakteristischen
Werken. Wenig Künstler nur versuchen,
von einem seelischen Gehalt zur Form zu gelangen
. Bei den meisten führt das Uberwiegen
des Inhaltlichen zu sehr unerfreulichen Lösungen
, wie etwa bei den Gemälden von Dreßler
oder Richard Müller. Hundts „Blinde Musikanten
" sind dagegen eindrucksvoll. Wenig
Bilder auch sind von großem Format und großer
Komposition. Deusser ist darin wie immer von
starker Wirkung. Der Karlsruher Babberger
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