http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_57_1928/0480
kommen unmöglich ist, in den Motiven und der
Farbengebung auf ein gewisses Spezialistentum
sich festzulegen. Sein von Phantasie, Geist und
echter Farbenfreude mächtigbeflügelteslngenium
hat die heilige schöpferische Unrast und Weite
aller großangelegten Künstlernaturen. Er schreitet
feurig von Stoff zu Stoff und von Problem zu
Problem. Er malt Landschaften, Gartenbilder, Interieurs
, Bildnisse, Figurenbilder, die der Gegenwart
entnommen oder der Bibel und der Dichtung
abgewonnen sind, und Gesichte, die dem
innerenErleben entwachsen. Einen vielgestaltigen
Kosmos schon umfaßt der immer weiter ausschwingende
, immer voller und sinnreicher erklingende
Umkreis seines Schaffens. Mit jeder
Aufgabe klärt sich Schinnerers Kunst neu und
wächst in die Weite und in die Tiefe zugleich.
Heinrich Höhn
WOLF PANIZZA. ABEND IN ARBE
Ausstellung Deutscher Künstlerverband „Die Juryfreien" E.V., München
392
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