Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 58. Band.1928
Seite: 6
(PDF, 76 MB)
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PAUL BONATZ, STUTTGART, FREIBAD IM GARTEN DES HAUSES H. BEI KULMBACH

des Speisezimmers führt auf eine große Wiese,
die ebenerdig vorgelagert ist, rechts flankiert
durch Gruppen hoher alter Bäume, links durch
niedere Trockenmauern mit Stauden, darüber
ein Badebecken in Ligusterhecken.
Das nördliche Haus, Haus Dr. Orla Arntzen,
wurde 22 m von der Straße zurückgeschoben,
um eine mächtige Platane zu schonen, die nun
den Mittelpunkt des Anfahrtshofes bildet. Der
losgelöste Flügelbau nach Westen ist entstanden
als Umbau aus einem alten Gärtnerhause und
enthält Garage und Chauffeurwohnung. Der
östliche Flügelbau enthält wiederum die Küche
mit Nebenräumen und Leutezimmer, oben eine
Flucht von Mädchenzimmern.
Der Hauptbau ist nach der Straße eingeschossig.
Hinter der langen Fensterreihe der Mansarde
liegt ein weiter Vorraum in der Art der „long
galery" bei den englischen Landhäusern. Nach
der Südseite ist das Haus zweigeschossig mit
breit gelagerten Fenstern im Erdgeschoß und
langgestreckten, bis zum Fußboden reichenden
Fenstern im Obergeschoß. Das 27 m lange Haus

enthält im Erdgeschoß nur drei große Räume,
die sich ebenerdig gegen den Garten öffnen.
Zur Durchbildung im einzelnen ist nicht viel
zu sagen. Die Räume sind groß und ruhig und
lassen dem Bewohner Freiheit, sie nach seiner
Art zu bewohnen. Türen und Fenster sind nur
da, wo sie nötig sind. Die Außenfronten konnten
unter den hohen Bäumen in größter Einfachheit
angelegt werden. Diese Einfachheit erfordert
aber äußerste Sorgfalt in der Durchbildung aller
Einzelheiten, der Gesimse, Profile, in der Wahl
des Materials und der Behandlung seiner Oberfläche
, kurz im Handwerklichen. W enn diese
Durchbildung so weit gelungen ist, daß das Haus
Wärme und Wohnlichkeit zeigt, dann ist alles
erreicht, was angestrebt wurde.
Die letzten Bilder zeigen einen Teil des Gartens
mit dem Freibad beim Hause H. bei Kulmbach
. Bemerkenswert ist der von der Gärtnerei
Späth in Berlin angelegte Garten dadurch,
daß alles, was die Bilder an Pflanzenwuchs
zeigen, im Jahre 1925 angelegt und 1926
photographiert wurde.

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