Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 58. Band.1928
Seite: 101
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ther taten da an entscheidender Stelle mit
— den Vor Stellungskreis erweitern wollte, so
hielt man es auch mit dem Kinderspielzeug:
man addierte dem Schatz gegenständlicher Werte
neue Inhalte und Formen, die hauptsächlich
der Technik entnommen waren: Eisenbahnen,
Dampfmaschinchen und dergleichen und brachte
damit in kindliche Hirne eine Welt hinein, die
man lieber so lange als möglich aus der Sphäre
der Jugendlichsten hätte fernhalten sollen. Dies
war besonders in den achtziger und neunziger
Jahren des 19.
Jahrhunderts
der Fall, und
kennzeichnen -
derweise ging
damit Hand in
Hand eine Verschlechterung
der Herstellung
des Spielzeugs
durch billige

maschinelle
Arbeit und eine
Verminderung
des Materials,
denn man verwendete
jetzt
nichts so häufig
als gestanztes
Blech, schlecht

KUNSTGEWERBESCHULE STUTTGART

zusammengelötet und mit grünlicher dicker
Ölfarbe beschmiert oder mit Abziehbildern
„dekoriert".

War dieser vermeintliche Originalitätszuwachs
nötig? Brauchen wir ihn heute? Ich halte es mit
den Ausführungen Karl Gröbers, die er einer
Studie über das deutsche Holzspielzeug des 18.
und 19. Jahrhunderts vorausschickt: „An das
Kinderspielzeug werden von jeher dieselben Anforderungen
gestellt: es muß in erster Linie der
erwachenden Phantasie des Kindes und seinem

Spieltrieb angemessen
sein, es
darf nur aus einem
Material
hergestelltwer-
den, das die

nicht rücksichtsvolle
Behandlung
durch Kinderhände
verträgt,
in seiner farbigen
Behandlung
keine Gefahren
für die
Gesundheit der

damit Spielenden
bieten
und es muß —
und dies ist

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