Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 58. Band.1928
Seite: 157
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KURT FRIGK. HAUS FRIGK, WOHNZIMMER

und notwendigen Arbeitsstätten vorbehalten.
Ohne Zwang undohne Störung gliedern sie sich
als berufliche Bedingungen dem Ganzen ein.
Dies JLandhaus ist eine kleine Probe des Schaffens
Fricks im deutschen Osten. Aber schon
aus ihm wird deutlich, daß Ostpreußen ihm
außerordentlich viel zu verdanken hat. Auf
diesem zähen, stark konservativen Boden mußte
ein Mann, der gutes Neues mit geschichtlich
Lebendigem verbindet,dem Wiederaufbau einer
zerstörten Provinz beste und vor allem auch
brauchbare Ideen liefern. In letzter Zeit hat
sich der Architekt in größerem Umfange
industriellen Bauten widmen können, ja auch
der seltene Fall ist eingetreten, daß Kommunen,
sogar der Staat ihn zu Arbeilen herangezogen
hat. Nach dem Weggang Scharouns, der jetzt
als Akademieprofessor in Breslau wirkt, ist
Kurt Frick tatsächlich eine der wenigen großen
Hoffnungen Ostpreußens. Dr. Ulrich Baitzer

DER BAUSTOFF

Von ADALBERT STIFTER

Um den Ernst und die Würde der Kirche darzustellen
, ist der Stoff nicht gleichgültig, aus dem
man sie verfertigt. Man wähle den Stein als
Stoff, aus dem das Großartigste und Gewaltigste
von dem, was sich erhebt, besteht, die Gebirge.
Er leiht ihnen dort, wo er nicht von Wald oder
Rasen überkleidet ist, sondernnackt zutage steht,
das erhabenste Ansehen. Daher gibt er auch der
Kirche die Gewalt ihres Eindruckes. Er muß
dabei mit seiner einfachen Oberfläche wirken
und darf nicht bemalt oder getüncht sein. Das
Nächste unter dem Emporstrebenden, was sich
an das Gebirge anschließt, ist der Wald. Ein
Baum übt nach dem Felsen die größte Macht.
Daher ist eine Kirche in Würde und künstlerischem
Ansehen auch noch von Holz denkbar,
sobald es nicht bemalt oder gestrichen ist. Eine

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