Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 58. Band.1928
Seite: 186
(PDF, 76 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_58_1928/0232
O. R. SALVISBERG. LANDHAUS KRAHNER IN DAHLEM

Stock gelegenen Zimmer ermöglichte- diese
Ausladung der beiden Seitenfronten ist in der
Vorderfront profilarlig verbunden worden, wobei
die Horizontale in der Mitte sich emporschwingt
, damit auch für das Mittelzimmer die
Dachschräge vermieden werden konnte. Also
auch hier eine sachliche, und für mein Gefühl
sehr reizvolle Lösung.

Nur da, wo ein anderes Material an der Hauswand
zum Vorschein kommt oder verwendet
wird, benutzt Salvisberg es gern ornamental
als farbige Fläche oder zur Gliederung. Besonders
dienen hierfür die Gesimse, Faschen, Bänder
, Läden. Oder z. B. die beiden Steine, mit
denen die schmalen Fenster, die den Eingang
des Hauses Krahner flankieren, gekrönt sind,
und hier wie Vorderenden tragender Querbalken
wirken. Beachtung verdienen überall die
sehr sorgfältig und künstlerisch behandelten
Eisengitter und -Füllungen, die den Eindruck
handwerklicher Sauberkeit erhöhen.
Uber die einzelnen Häuser dürfen noch wenige
Worte angefügt werden, die von der farbigen
Behandlung der Baukörper aussagen, weil unsere
schwarzen Abbildungen von diesem wesentlichen
Teil der Salvisbergschen Geschmackssicherheit
nichts enthalten können. Seine Häuser
wirken durchaus nicht bunt, etwa in der Art
vieler ganzfarbig angestrichener Fassaden, an
denen wir uns längst und gründlich satt gesehen
haben. Aber farbig, und diese Farbigkeit ist mit
großer Zurückhaltung der Körperlichkeit der
Baumassen unter- und eingeordnet.
Das Haus Krahner liegt gegenüber einem
öffentlichen Park mit altem Baumbestand, den
man vom seitlichen Wintergarten überblickt.
Es trägt ein rotbraunes Ziegeldach; seine Putzflächen
, grober Kratzputz, sind dunkelrot gestrichen
, die Gesimse, Faschen und Bänder zeigen
gelbbraunen, glatten Edelputz, das Portal
sowie der Sockel bestehen aus Muschelkalk-
Kunststein. Die Fensterläden sind in Elfenbeinton
gehalten, die Rinne und Abfallrohre blau,
die eichene Haustüre dunkel mit Messingbeschlägen
.

Das Haus Tang ist mit braunschwarzem Biberschwanz
eingedeckt, seine Flächen mit Bockhorner
Klinker gemauert, von denen sich weiße
Fensterläden abheben. Gesimse, Portal und
Sockel sind aus Muschelkalkstein.

186


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_58_1928/0232