Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 58. Band.1928
Seite: 222
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in allen Glasveredlungstechniken ausgebildet;
seit 1920 ist er an der neugegründeten Glasfachschule
von Eisenbrod angestellt. Aber das,
was er an den genannten Schulen lernte, z. B.
den Glasschnitt, übt er nicht aus. Er hat sich
vielmehr im Anschluß an die benachbarte Ga-
blonzer Glas-Kurzwaren-Industrie ein besonderes
Gebiet zurechtgelegt, auf dem er etwas ganz
Neues zu bieten vermag. Der Gablonzer Glasschliff
spielt dabei gar keine Rolle, da er höchstens
für das Postament seiner lustigen Figuren
herangezogen werden kann, die in der Folgezeit
besser in opakem Glas als im Kristallglas auszuführen
wären. Aber die ebenfalls in der Umgebung
von Gablonz geübten Verfahren des Blasens
vor der Lampe wurde von ihm in einer ganz
eigenen Art weiter ausgebildet. Die gewickelten
Glasperlen, wie sie z. B. Bischofsgrün im Fichtelgebirge
macht, spielen als Glieder von Perlenketten
keine nennenswerte Bolle. Aber aus ihnen
läßt sich vor der Lampe noch anderes bilden,
nämlich Bestandteile sehr lustiger Figürchen,
die auf Draht aufgefädelt werden. Brychtas
Eigenart liegt also in der Kombination von Lam-
penbläserei mit Auffädeltechnik. Er hat auch nur
vor der Lampe geblasene Objekte gemacht, wie
verschiedenartige Schleierfische, Delphine oder
Fabeltiere, die nicht in der Naturgeschichte stehen
, sondern sonderbare Kreuzungen etwa von
einem Wiesel und einer Eidechse bedeuten. Daneben
erscheinen aber in seiner Kombinationstechnik
auch allerlei ebensowenig naturalistische
Viecher, wie Krebse, Skorpione, Spinnen, Affen,
Schlupfwespen, Vögel und dergleichen oft in den
phantastischsten Formen und Farben.
Ungleich interessanter sind aber die mensch-

m. K

J. BRYGHTA. ZWERG UND RIESEN

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