Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 58. Band.1928
Seite: 278
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KARL BERTSCH. BÜCHERSCHRANK IN ZEBRANO MIT EICHE

Ausführung: Deutsche Werkstätten A.-G.

GLOSSEN ZUR ARCHITEKTUR

Unter den beiden Zweigen, in die sich das
heutige Wohnproblem spaltet — es ist übrigens
eine sehr alte Spaltung —, scheint der des Einzelwohnhauses
der weitaus reifere zu sein. Das
bedeutet — klipp und klar gesagt — das Eingeständnis
, daß wir eben noch individualistisch
eingestellt sind. Nur erst auf dieser Grundlage
wird heute wahrhaft Künstlerisches geleistet.
Wobei wir die viel freieren Möglichkeiten beim
Einzelwohnbau auch in rein gestalterischer Beziehung
als integrierend keineswegs unterschätzen
. Daß Kollektivistisches bis zu einem
gewissen Grade mit hineinschwingt in diesen
Individualismus, das herauszuarbeiten mag Aufgabe
genauer Analyse modernen Bauens sein.
Im Sinne eines Vorwärtskommens ist es zweifellos
gelegen, gerade das Hineinwachsen eines
kollektiven Momentes in den individualistischen
zu betonen. Gerade dann muß aber gesagt
werden, daß die meisten modernen Architekten
mehr oder weniger doch im kollektivistisch
maskierten Individualismus befangen bleiben.
Bei vielen ist wirklich erst dieFassade übers Herkömmliche
hinausgediehen, keineswegs schon
der sie erst berechtigende und bestätigende
Grundriß. Und schon gar nicht die Raumgestaltung
, die man mit horizontal eingefügten Fenstern
und den Schiebetüren allein doch nicht
als gelöst bezeichnen wolle. Man kann sich oft
des Eindrucks nicht erwehren, daß allzuviel
Kraft mit pfiffiger Praktizität verpulvert wird,

(Forts, s. S. 289)

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