Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 59. Band.1929
Seite: 5
(PDF, 106 MB)
Startseite des Bandes
Zugehörige Bände
Varia

  (z. B.: IV, 145, xii)



Lizenz: Public Domain Mark 1.0
Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_59_1929/0021
GUSTAV RLIMT f. GARDASEE

Klimts kunsthistorische Stellung ist nun ziemlich
geklärt: wie in Makart flammte auch in
ihm noch einmal das österreichische Barock
empor, dessen Sinn sich aber in dieser Atmosphäre
des Sensualismus in sein Gegenteil verkehrte
. Hatte dem 17. und 18. Jahrhundert das
Jenseits als die Realität gegolten, hatte es darum
die Fülle und Pracht der Welt als Traum und
Schein gestaltet, so gaben Makart und Klimt
die prunkende Stofflichkeit der Dinge gerade
um des Stoffes, des sinnlichen Reizes willen.

Aber dieser sinnliche Reiz vertiefte sich bei
Klimt zur zartesten Naturpoesie, die in jeder
Landschaft, jeder Blume, ja in jedem Kleid die
versteckte Seele zum Erklingen brachte. Beiden
war das Weib der Dämon, in dem dieser bestrickende
Zauber der Welt bezwingendste Gestalt
bekam. Makarts „Fünf Sinne" können für
beide als Symbol gelten: die Verherrlichung
des reinen Sinnenlebens. Nur daß bei Klimt



darüber hinaus ein leidenschaftliches Suchen

ZU Spüren ist. . . Dr. Franz Ottmann

5


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_59_1929/0021