http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_59_1929/0089
RUDOLF WACKER. BOOTSHAFEN. MUSEUM ULM
Schwaben der Freilichtmalerei: Zügel (von
seinem Schüler Grosse besitzt die Sammlung
eine schöne Landschaft), Wolf-Filseck (mit
einem Innenraum vertreten), ßuttersack (von
ihm ist im Museum eine große oberbayerische
Landschaft ausgestellt), Holzel und sein Kreis.
Von Holzel selbst ist ein gutes Bild seiner
Dachauer Zeit vorhanden. Vor allem aber
sind seine beiden besten schweizerischen Schüler
Brühlmann und Pellegrini im Museum gut
repräsentiert, Brühlmann durch eine frische
Toggenburger Landschaft und durch die Leihgabe
des Apfelmeitlis, Pellegrini durch eine
seiner stattlichsten Bilder aus der Zeit vor dem
Kriege, die „Sintflut", und durch das Bildnis des
Stuttgarter Malers Reinhold Nägele. Von
Eberz, gleichfalls einem Hölzelschüler, wurden
die „Trinker" erworben. Von der Stuttgarter
Malerei der Gegenwart sieht man aus der Altherrschule
eine ernste Bodenseelandschaft von
Julius Herburger-Ravensburg, von Rudolf Kuhn
eine Taufe Christi (Leihgabe). Von weiteren
jüngeren Stuttgartern ist vor allem Nägele mit
einer kleinen Studie aus Ulm zu nennen. Von
den Münchener Schwaben, die größtenteils aus
dem Oberland stammen, Karl Caspar aus
Friedrichshafen, Maria Caspar-Filser aus Riedlingen
, MaxUnold aus Memmingen, sind Hauptwerke
aus der letzten Zeit erworben worden.
Von Caspar ein Noli me tangere, von Maria
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