Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 59. Band.1929
Seite: 72
(PDF, 106 MB)
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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_59_1929/0100
servator der bayerischen
Staatsgemäldesammlungen
ein genauer Kenner des
weit verstreuten Materials,
steht, nicht darum, von
jedem der Künstler eben
dieses oder jenes Werk
zu zeigen und so keine
Lücke entstehen zu lassen,
sondern es wurde mit
außerordentlichem Qualitätsgefühl
eine Überschau
nicht allein über die guten
Namen, sondern auch eine
Aneinanderreihung der
besten Werke gebracht.
Dieses Qualitätsgefühl bewährte
sich auch bei der
Auswahl aus dem zeitgenössischen
Schaffen. Die
Überleitung zu diesen Arbeiten
unserer Tage bilden
Proben der Kunst Anselm
Feuerbachs, der in
Speyer geboren ist, sonst
aber wohl nicht sehr im
pfälzischen Wesen wurzelt,
Heinrich Bürkels, Karl
Rottmanns und des feinen,
rührend romantischenKarl
Philipp Fohr, über dessen
keuscher, zarter Kunst
das Geheimnisvolle und
Mysteriöse frühen Todes
zittert.

Julius Exter und Max Slevogt bekunden den
Anteil der Pfalz an der Frühzeit des Sezessionismus
, wrobei allerdings nicht vergessen werden
darf, daß Slevogt nur Wahl-Pfälzer ist, der sich
auf seinem Ansitz Neu-Castel wohl gefällt und,
Landshuter von Geburt, einen Teil der Dankesschuld
rückerstattet, die das Altbayernland
seiner Pfalz abzutragen hat.
Aus St. Ingbert in der Pfalz stammte Albert
Weisgerber, der Hauptgründer und erste Führer
der Münchner Neuen Secession: ihn ehrt eine
größere Übersicht über sein Schaffen. Ebenso
ist Hans Purrmann mit einer größeren Kollektion
seiner hellen, farbenreinen, im Stofflichen
etwas nüchtern anmutenden und doch

WOLFGANG

Ausstellung Kuns

WAGNER. FARBIGE ZEICHNUNG
tsalon Goltz, München (s. Ausstellungsbericht)

in höherem künstlerischen Sinne poetischen
Bilder vertreten, gleichwie der Neustadter
Otto Dill, der voll Temperament und Beweglichkeit
steckt und aus dem schon totgesagten
Impressionismus die denkbar stärksten Wirkungen
herausholt.

Was sonst anneuen,frischenund jungenKräften
in der überaus produktiven, immer fröhlichen
und an Gesichten reichen Pfalz steckt, das macht
die Ausstellung wenigstens in Stichproben schaubar
. Die in zwei Generationen vertretene Malerdynastie
Croissant, Fritz Urschbach, Maxon,
Sauter, die Bildhauer Claus und Siegle möchte
ich wenigstens namentlich aus dieser imponierenden
, festen Phalanx hervorheben. Woli

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