Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 59. Band.1929
Seite: 116
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WOLF RÖHRICHT

gäbe psychologisch zu nehmen und das innere
Wesen ihrer Modelle zu offenbaren.
Da ist das stille, aber sehr fein gemalte Bildnis
von Bernhard Müller-Dresden, dessen Dame in
sicherlich echter Haltung träumerisch am Beschauer
vorbeiblickt, ein liebenswerter Charakter
, der zurückhaltend sich nur wenigen zu öffnen
versteht. Dann das in guter Leibi-Tradition
gemalte Bildnis von Constantin Gerhardinger; in
Ausdruck und Bewegung von ungewöhnlicher
Lebendigkeit, ein quecksilbriges Wesen und dennoch
voll eigenartiger Hemmungen. Das Bild
von Gert W ollheim, etwas kühl in der Farbe,
aberalsPorträtinleressant. Eiue schlanke Dame
in braunem Mantelkleide vor ferner, in grünlichen
Nebel getauchter Stadtarchitektur, von
Oswald Poetzelberger. Auf Pergament mit
großer Sorgfalt durchgemalt eine Sitzende vor

japanischer Staffage von Werner Peiner. Eine
aufs Dekorative abgestimmte Gestalt von Hanns
Haas, eine gute Beleuchtungsstudie von Arno
Drescher in Dresden. Harold Bengens sympathisches
Frauenporlrät in ganzer Figur auf
Goldgrund, einer Dame, die augenscheinlich
Sport und schönes Denken zu vereinigen weiß.
Erwähnen möchte ich noch das durchgeistigte
Pastell einer alten Dame von A. Henrich in
Düsseldorf und das Bild seiner neunzigjährigen
Mutter von Otto Marcus; ein nervös gemaltes
und sehr lebendiges Bildnis einer Dame in persönlicher
Gewandung von Julie Wolfthorn;
eine flotte Dame mit japanischem Schirm von
G. W. Rößner im Freilicht; eine dekolletierte
Dame in sehr enganschließendem, stark ornamentiertem
Gewand von Irme Goth, und eine
demaskierte, vom Rücken gesehene Pierrette in

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