Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 59. Band.1929
Seite: 227
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NEUES VON DEUTSCHER KUNST AUS DER ZEIT

1780-

In den letzten Jahren hat sich ein beständig zunehmendes
Interesse für Werke aus dem Zeitraum
von 1780 bis 1850 gezeigt. Während
noch vor wenigen Jahren das Hauptinteresse
der Sammler und teilweise auch der Museen
sich auf die deutsche Malerei der zweiten Hälfte
des 19. Jahrhunderts konzentriert hatte, hat es
sich in dem gleichen Maße, in dem dieses Gebiet
in den bedeutenden Sammlungen vervollständigt
war, der früherliegenden Epoche zugewandt
. Schon auf der Jahrhundert-Ausstellung
in Berlin 1906, die in vorbildlicher Weise
von Hugo von Tschudi und Alfred Lichtwark
organisiert worden war, zeigte sich, daß eine
große Anzahl bedeutender Künstler in den
ersten Dezennien des verflossenen Jahrhunderts
am Werk gewesen war, deren Arbeiten mehr
oder minder mit Unrecht teils ganz in Ver-

1850

gessenheit gerieten, teils ungenügend beachtet
geblieben waren. Dazu kam, daß der allgemeine
Geschmack, der sich lange Zeit in erster Linie
figürlichen und Genre-Szenen zugewandt hatte,
sich mehr und mehr von diesen abwandte, um
sich reinen Landschaften und ungekünstelten
Porträts und Gesellschaftsbildern zuzuwenden.
Auch die Kunstliteratur fing an, sich immer
mehr für diese bis dahin etwas stiefmütterlich
behandelten Werke zu interessieren, und seither
ist eine große Anzahl von Büchern erschienen,
die das einmal geweckte Interesse wachgehalten
und stetig vergrößert haben. Sammelwerke,
wie das von Paul Ferdinand Schmidt, das in zwei
Bänden die Landschaftsmalerei und die Bildniskunst
des fraglich en Abschnittes beh andelt, ferner
dasUhde-Bernayssche Buch über die Münchner
Landschaf ter hatten dazu ebensoviel beigetragen

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