Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 59. Band.1929
Seite: 236
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TEPPICH MIT DER GESCHICHTE DES VERLORENEN SOHNES (ERSTER TEIL)

Marburg, Elisabethkirche

Wohnräumen Produkte der Web-, Wirk- oder
Stickereikunst waren. Das einzige in Fragmenten
erhaltene Werk frühromanischer W eb-
kunst, den aus St. Gereon in Köln stammenden
Teppich, bei welchem sowohl Zeit wie Herstellungsort
bisher umstritten waren, weist die
Verfasserin in überzeugender Weise dem
Kulturzentrum des abendländischen Nordens
vom ausgebenden 11. Jahrhundert zu. Etwas
reicher ist die Kenntnis über die deutschen Bildwirkereien
vom 12. und 13. Jahrhundert. Wie
dem Kapitel des frühen Mittelalters so wird
auch diesem Abschnitt eine ausführliche Erfassung
der literarischen Quellen vorausgeschickt,

welche ein reiches kulturgeschichtliches Bild der
Verwendung von Erzeugnissen der Webkunst
für kirchliche und weltliche Zwecke bietet. Ein
ausführliches Kapitel ist den in Halberstadt
und Quedlinburg erhaltenen romanischen Bildteppichen
gewidmet und durch stilkritische Vergleiche
mit gleichzeitigen Kunstdenkmälern
eine örtliche, zeitliche und entwicklungsgeschichtliche
Einreihung unternommen.
Im Gegensatz zu der gerirgen Zahl von erhaltenen
Weiken deutscher Webkunst des
frühen Mittelalters sind die auf uns überkommenen
gotischen Bildwii kei eien überaus zahlreich
, und es läßt sich eine zuverlässige Sichtung

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