http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_59_1929/0298
nach den EntsIchungsgegenden ermöglichen.
Die wichtigsten Zentren bilden daher den
Rahmen des der Gotik gewidmeten zweiten
Teiles. DieseGruppeneinteilung in Landschaften
erhält ihre Berechtigung durch die jeweiligen
zeitlichen und örtlichen Stileigenheiten, deren
Charakterisierung die Verfasserin wiederum
durch stilkritische Vergleiche hervorhebt. Auch
zahlreiche archivalische Nachweise dienen hier
und dort der weiteren Unterstützung der gewonnenen
These. Die Beschreibung des Inhaltlichen
gibt uns reichen Einblick in das geistige
Leben der fürstlichen und bürgerlichen Besteller
und belebt die wissenschaftlichen Untersuchungen
in angenehmster Weise. Ein beschreibender
Katalog der erhaltenen Werke
und ein Quellenanhang beschließen den umfangreichen
Textband. Dieser Oeuvre-Katalog
ist in seiner fast restlosen Komplettheit äußerst
wertvoll, gibt er doch für jedes einzelne Werk
Auskunft über Größe, verwendetes Material,
Erhaltung, Darstellung, Inhalt, Farbe und
Literatur.
Der mit zahlreichen Abbildungen versehene
Textband ist von 2 Tafelbänden begleitet, welche
die Fülle des gesammelten Materials in vorzüglichen
Lichtdrucken und einer Anzahl
Farbenlichtdrucke wiedergeben. Der Verlag
war sichtlich und mit Erfolg bemüht, durch
die gepflegte technische Ausführung dem hohen
wissenschaftlichen Wert dieses Werkes gerecht
zu werden, und hat damit eine Veröffentlichung
geschaffen, welche wohl für immer der Grundstein
kunstwissenschaftlicher Studien der
deutschen mittelalterlichen W^ebkunst bleiben
Wird. Franz Drej
FRAGMENT MIT WILDER FRAU UND EINHORN
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