Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 59. Band.1929
Seite: 243
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I. GRÜNEWALD. KOMPOSITION

Konzertsaal, Stockholm

DER SCHWEDISCHE MALER GRUNEWALD

Die skandinavische Kunst zeigt heute keinen
nationalen Charakter mehr. Neben dem Geisterseher
Eduard Münch, der sich mehr mit psychologischen
als künstlerischen Problemen befaßt,
kennt man heute nur wenige Namen von Repräsentanten
nordischer Malerei.
Im Jahre 1926 zog jedoch in einer Ausstellung
im Kronprinzenpalais zu Berlin und auf der internationalen
Kunstschau in Dresden ein schwedischer
Maler das besondere Interesse der Kritik
und des Publikums auf sich: Isaak Grunewald.
Er zählt zu den Vorkämpfern des neuen Stils,
die von der künstlerischen Atmosphäre in Paris
befruchtet wurden und ihre Ernte in die Heimat
trugen, um dort den neuen Samen zu neuem
Wachstum auszustreuen.

Stockholm war bis in die neunziger Jahre des
vorigen Jahrhunderts die Hochburg des konservativsten
Akademismus. Ernst Josephson verkündete
als erster den skandinavischen Künstlern
den neuen Stil des Impressionismus; er war
ein begeisterter Verehrer der Werke Manets,
Courbets und Bastien Lepages. Nach seinerRück-
kehr aus Paris begründete er eine Schule, die alle
jungen, strebenden und unabhängigen Talente
vereinte. Aus diesem Kreise kam Grünewald im
Jahre 1908 — dem großen Wendepunkt der modernen
Malerei — als 18 jähriger junger, such ender
Künstler nach Paris und fand eine neue
Welt, die sich das internationale Künstlervolk des
Montmartre undMontparnasse im gemeinsamen
Kampf zu erobern strebte. Der Impressionismus

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