http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/die_kunst_59_1929/0403
HIERONYMUS BOSCH.
ANBETUNG DER RONIGE
alles Vorherige nicht allein, weil die Formen
größer sind, sondern auch weil an der erhöhten
Form der Gehalt sich steigert und ein graphisches
Schema so ausweitet, daß es den ewigen Kampf des
guten und bösen Prinzips darzustellen vermag.
Und ebenso wenig endet auch jener andereKampf,
auf dessen Schauplatz uns diese Betrachtung
geführt hat, der Kampf zwischen alt und jung,
zwischen gestern und morgen. Das Problem,
das Hintereinander der Entwicklung versuchsweise
ins Nebeneinander umzudeuten, wozu
uns die Fiktion einer Ausstellung behilflich
sein sollte, ist z. T. ein historisches, jene Uberschneidung
der Generationen, deren Kräftemischung
die künstlerische Einstellung jedes
bestimmten Zeitpunktes bestimmt, ist vor Kurzem
G. BELL INI. ALLEGORIE
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