Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 60. Band.1929
Seite: 107
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H. H. LÜTTGEN. LANDHAUS F. IN BARMEN. KLEINE BÜCHEREI
Dekoration und Sitzmöbel von der Fa. R. Rosenberg, G.m.b.H., Köln

wertigen Bauten, die in den letzten Jahren neben
manchem ausgezeichneten Werk entstanden
sind. Doch vergessen diese Mitläufer,
daß ein lebendiges Bauwerk unserer Zeit nicht
nur mit technischer Erfahrung und ängstlicher
Vermeidung überflüssigen Beiwerks aufzuführen
ist, sondern daß auch Phantasie und
Freude an der künstlerischen Gestaltung mitwirken
muß; gerade diese Faktoren scheinen
sogar bei unserer äußerlich nüchternen Bauweise
notwendiger als je, sollen unsere Häuser
und Innenräume nicht zu öden Formeln maschineller
Funktionen werden.

Hans Heinz Lüttgen ist ein Architekt, der diese
Forderungen mit sicherem Gefühl erkannt hat
und dessen starke künstlerische Begabung auch
ausreicht, sie zu erfüllen. Seinen Außenbauten
ist durchweg eine lebhaft wechselnde Silhouette
eigen, die willkürlich scheinen könnte, die aber
innerlich bedingt ist durch die Berücksichtigung

verschieden großer Räume, wie sie sich aus
dem Grundriß ergeben. Diese Lebendigkeit des
Außenbaus ist auch charakteristisch für das in
Barmen stehende, 1926—27 erbaute Privathaus,
das hier abgebildet wird. Mit großem Geschick
sind die einzelnen Glieder des Baues zu einem
gemeinsamen Körper zusammengerissen; Terrassen
, stark unterschnittene Loggien, hervortretende
Querbänder ergeben ein wechselvolles
Spiel von Licht und Schatten, das noch durch
die farbige Gestaltung — Sockel aus geöltem
Klinkermauerwerk, Oberbau aus graurotem
Putz mit graublauen Fenstern und grauen
Bändern — unterstützt wird. Die schmale Form
des Flauses ist bedingt durch dieLage am Walde.
Um allen Räumen Sonne zu geben, wurde die
dem Wald abgewandte Seite den Fenstern der
Haupträume vorbehalten, während auf der Seite
des Waldes ausschließlich Nebenräume untergebracht
sind.

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