Augustinermuseum Freiburg i. Br., [ohne Signatur]
Die Kunst: Monatshefte für freie und angewandte Kunst
München, 60. Band.1929
Seite: 286
(PDF, 75 MB)
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CARL MÜLLER & COMP.,

LEIPZIG. HALLENEGKE

abgestuften Bandmotivs in der Musterung des
verwendeten Stoffes, das dem breit ausladenden
Möbelstück durch die ohne Pedanterie stark
akzentuierte Wiederholung der Horizontalen
Halt gibt.

Die große Vitrine aus Makassa-Ebenholz, Pa-
lisander Rosenholz und Cebrano (Abb. S. 287),
in ihren Verhältnissen von außerordentlich erfreulich
ausgewogener Form, steigt in eleganter
Schlankheit auf. Die helle Maserung der Rahmung
des Glasteils der Vitrine bewirkt ein leichtes
Lasten des Oberbaus auf dem Kasten des
Sockels. An diesem bilden die verschiedenen
Farben der verwendeten Hölzer ebenfalls eine
Abstufung von schwereren zu leichteren Tönen
. Außerdem ist in unauffälliger Weise eine
mittlere Achse betont, die der ganzen Form
einen interessanten Akzent gibt, indem in der
oberen Zone des Sockelkastens durch eine me-

topenartige dunklere Scheibe die helle Tönung
unterbrochen wird.

Der kleine Servierschrank in edlem Holz mit
aufgesetztem Vitrinchen ist von Prof. Mathev:
Auf eimem Fußgestell, das in seinen Formen
ostasiatische Vorbilder anklingen läßl, sitzt ein
mattpolierter Truhenkasten, an dem wiederum
das leichte Lasten durch Abstufung von Dunkel
zu Hell erreicht ist. Die Scharniere, die
außen an den Seitenkanten herausragen, lassen
erkennen, daß die Vorderwand des Kastens sich
in voller Breite in Flügeltüren öffnen läßt. Die
vornehme Ruhe des Möbels wird noch dadurch
bestimmt, daß die Fuge, an der die Türflügel
aufeinandertreffen, weder durch Ornamentnoch
durch Ausnutzung der Maserung hervorgehoben
ist (Abb. S. 289).

Ein ähnlich behandeltes, nur in den Mitteln
noch einfacheres Stück, ist die kleine Vitrine

286


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