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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/eubel1886/0113
die Liebe und Anhänglichkeit der Bürger nicht fehlen und ein ehrbarer
Rat bekomme Mittel und Wege, denſelben „bei vorausſichtlich ſich
hebendem Widerſpruche zu ſchützen und zu halten. „ b%2
In der That wurde der gewünſchte Prediger vor allem aus dem
Minoritenorden geſucht und von emigen unach hſt der Regensburger
Guardian Johann Erber“s ſelbſt als ſolcher in Vorſchlag gebracht,
von der Mehrheit der Intereſſenten jedoch abgelehnt. Da man aber
ſonſt keinen paſſenden Minoriten kannte, beſchloß man, Luther um einen
ſolchen zu erſuchen. Derſelbe ſchrieb an die Auftraggeber am Mittwock
nach Jubilate 1525, daß er „allen Fleiß furgewandt, ihrem Begehren nach
einem gelehrten, ſittigen Prediger des Evangeliums Barfußerordens zu
entſprechen, aber auf ſolche Eile keinen für Handen gehabt; er hoffe, es
ſolle ſich in Kurzem anders ſchicken.“ Es wollte ſich ſo aber lange nicht
ſchicken, ja es gewann den Anſchein, daß die Neuerung in Regensburg

überhaupt nicht aufkommen könne. Zwar prebigten die Auguſt

guſtiner Georg
Teſchler und Wolfgang Kalmünzer gegen Ende des Jahres 1533 im
Sinne der neuen Lehre und kündigten für die Faſtenzeit 153
Predigten an; aber der Biſchof erwirkte ihre Ausweiſung und di
der Neuerer ſchien eine ausſichtsloſe zu ſein. Als jedoch i. J.
Reichstag zu Regensburg gehalten wurde, fanden die dortigen A
der neuen Lehre an den hier erſchienenen proteſtantiſchen Perſönlich
bedeutenden Rückhalt, und es gelang ihnen zunüchſt einen evangeli ch

eingeweihte Kirche „zur ſchönen Maria“ zu bringen, der an dicnet
daſelbſt die erſte Predigt hielt. Nach kurzem wurde ihnen vom?
Kirche ganz überlaſſen und nun ein eigener Pfarrer für dieſelbe
in der Perſon des Wittenberger Magiſters Noppius. Eine der aſen
Arbeiten desſelben war, für die „neue Pfarre“ eine eigene Kirchenor
zu verfaſſen. Darnach richtete er ſein A lugenmert auf die unter bes
Rates „Schutz“ ſtehenden Klöſter, die ſich (trotz oder wegen diefes
„Schutzes“) in äußerſter Zerrüttung befanden. In's Augnſtinerkloſter
ſetzte er den zur evangeliſchen Lehre übergetretenen, in der Folge aber
wieder zur katholiſchen Kirche zurückkehrenden vormaligen Dompredig

Leonhard Eckhardt; bei den Dominikanern richtete er einen Friedhof für
angeſehene evangeliſche Moargergeichleheer ein. Z M tinoritenkloſter aber


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