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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/eubel1886/0121
Kloſter mit Kirche erbaut war, geſchah am 1. Septembe
die feierliche Uebergabe desfelben an die oberbeutſche F
noriten⸗Provinz unter folgenden, in der Stiftungsurkunde
Datum ausgeſprochenen Bedingung nge en: „1) Die Franziskaner erk
jährlich aus der fürſtlichen Kaſſe 600 fl., um ſechs Perſonen
nicht allein mit Nahrung, ſondern auch mit Kleidung, Büc
anderem Vorrat zu unterhalten; 2) ſie haben den Gottesdi
Kloſterkirche mit Singen, Meßhalten, Beichthören und Predigen 4 halten;
3) es find jährlich vier Jahrzeiten zu halten für Meiſter, Komthure,
Ritter und Ordensperſonen des Großpriorats; 4) weil das Volk in de
Gemeinde Heitersheim ſehr zunimmt, ſo daß dem Pfarrer ohne H

S

ſowie auch denen der benachbarten Ordenopfarreien im Falle der No

oder Krankheit auszuhelfen, ebenſo im Falle der Erledigung einer ſolchen
Pfarrei; 5) der Fürſt behält ſich die Inſpektion der Verwaltung und
Haushaltung des Kloſters vor; 6) ohne furſtlichen Konſens dürfen die
Franziskaner keine’ Güter kaufen; erhalten ſie ſolche vergabungsweiſe,
ſo unterliegen ſie allen Laſten wie zuvor, müſſen aber an Gemeindebürger
wieder verkauft oder verliehen werden und genießen keine Exemption; es
darf auch nichts einem andern Kloſter zugewendet werden; 7 es ſollen
ſechs Perſonen im Kloſter beſtändig ſein, nämlich . wei
Prieſter, ein Junger (Kleriker, Novize), ein Laienbruber und ein
Knabe; 8) weil die Franziskaner ſich beſchwerten, daß die 000 fl
Mißwachs oder Theuerung und Krieg nicht zureiche
verabſchiedet, daß in ſolchem Falle ihnen eine Zule
Die Uebergabe geſchah in (Gegenwart des K von Sulz,
Kolmar und Ueberlingen, Hartmann von der Thann, und anderer 3 hitter,
ſowie der Guardiane Johann Kneuer von Villingen, Abam W vo
Thann, Jakob Amann von Breiſach, z. Z. zu Heitersheim, und Anton
Jeſer, Lektor zu Heitersheim. Am nämlichen Tage, 1. Siyt nor,
weihte auch der Konſtanzer Weihbiſchof Johann Jakob Mirg N
kirche und die Altäre darin und zwar die Kirche und den Hoche
hon. s. Francisci et s. Sepulchri. Der Konvent erhielt des 6
Benennung: „zum hl. Grabe.“ Zur beſſern Suſtentation üͤhertrug ber
Stifter den Franziskanern in der Folge (1620 und bezw. 163 4) die
Verwaltung der Pfarreien Eſchbach und Heitersheim, denen ſein (n nittel⸗
barer) Nachfolger, der Kardinal von Heſſen, 1 1651 und bezw. 1659 di

1666 wurde dem (Huardian auch die Verſehung d
dienſtes in der furſlichen dolaele ubertragen.


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