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aus dem Umstände bestimmen, dass er zuerst Mönch
in Hirschau gewesen, bevor seine geistige Begabung,
der Einflnss seiner Verwandten und die eigene Gesinnung
ihm den Bischofsiz von Constanz in Aussicht
stellten, welchen er den 12. November des Jahres
1110 14) mit dem Sarge vertauschte.
Gebhard wurde im Jahre 1084 von der päpstlichen
Partei zum Gegenbischofe ernannt, erhielt aber erst
fünf Jahre später die priesterliche Weihe. Nach der
Chronik von Hirschau wäre er erst im Jahre 1083
in. das dortige Kloster eingetreteniS). Wahrscheinlich
hatte er sogar früher die Grafschaft im Alpgau verwaltet
.
Jedenfalls müssen wir ihm bei seiner Erwählung
zum Bischöfe wenigstens dreissig Altersjahre geben.
Es ist daher wahrscheinlich sein Geburtsjahr in die
lezte Zeit der Ehe Berlitolds des Bärtigen mit Rich-
ware, ungefähr in die Mitte des 11. Jahrhunderts,
zu sozen und derselbe als jüngster Sohn Herzog
Berlitolds anzunehmen.
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