Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/fickler1856/0067
einten, oder hatten sie die Waffen gegen einander
gekehrt?

Die Dürftigkeit der Berichte gestattet uns nicht, auch
nur eine Vermuthung aufzustellen.

War aber auch im Herzen Berhtold's Groll gegen
die Kaiserin zurückgeblieben, so musste dieses und es
ist auch ausdrücklich bezeugt—noch mehr gegen Herzog
Rudolf der Fall sein, welchen jener als Erbschleicher
, fast als Räuber seines Gutes zu betrachten
halle.

Hierin finden wir nun den Schlüssel zu dem Räthsel,
warum es so langer Jahre bedurfte, bis endlich Herzog
Berhtold, der schwer Gekränkle — und zwar erst
durch die Gewalttätigkeit des jungen Königs selbst
— in die Reihen der offenen Feinde des kaiserlichen
Hauses gedrängt wurde.

Kaum ein Jahr nach diesen Vorfällen war verflossen
, so wurde der zwölfjährige König durch Erz-
bischof Hanno von Köln der Aufsicht seiner Mutter
entführt.

Dass die Grossen des Reiches dieser Gewallthätig-
keit nicht fremd gewesen, ist klar; weniger ersichtlich,
ob und welchen Anthcil Herzog Berhtold an dem
Vorfalle gehabt habe.

Bald sah sich jedoch der sirenge Erzieher ge-
nölhigt, einem Manne von entgegengesezten Eigen-


Zur ersten Seite Eine Seite zurück Eine Seite vor Zur letzten Seite   Seitenansicht vergrößern   Gegen den Uhrzeigersinn drehen Im Uhrzeigersinn drehen   Aktuelle Seite drucken   Schrift verkleinern Schrift vergrößern   Linke Spalte schmaler; 4× -> ausblenden   Linke Spalte breiter/einblenden   Anzeige im DFG-Viewer
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/fickler1856/0067