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vortrug, an ungemessenen Forderungen der Sachsen
sieh zerschlugen, so geleitete dieser seinen König
auf unwegsamen Pfaden bis Hersfeld, wo eine Anzahl
deutscher Fürsten zum Kriege gegen Polen versammelt
stund, während Herzog Rudolph, den Ausgang
der sächsischen Wirren abwartend, mit seinem Heeresgefolge
bei Mainz blieb.

Zu Hersfeld wurde Heinrich, der die Fürsten fuss-
f ällig um ihren Beistand gegen die Sachsen beschworen
hatte, von diesen bestimmt, zu gütlicher Ausgleichung
einen Tag nach Gerstungen anzusezen. Auch ßerh-
told zog dahin.

Hier aber waren des Königs Feinde so zahlreich,
dass sie — angeblich bewogen durch die schweren
gegen ihn erhobenen Anklagen — dem Herzog Rudolph
die Königskrone anboten (October 1073).

Zwar schlug Rudolph dieselbe aus, doch zeugte
von seiner Gesinnung der Beisaz: „nur dann werde
er die Krone annehmen, wenn auf einem allgemeinen
Fürstentage sie ihm dargeboten würde.*

Bei solcher Stimmung der Gemüther suchte und
fand der König am Ausgange des Jahres Schuz und
Sicherheit in der treu ergebenen Stadt Worms.

Das nächste Jahr 1074 brachte für Deutschland
die schwüle Ruhe zwischen dem ersten Grollen des
Donners und dem vollen Ausbruche des Gewitters.


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