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sinnte Gescliichtschreiber von Petershausen jammert
— „grosses Blutvergießen und was noch schlimmer
ist, das Verderben vieler Seelen."
In die Ergehnisse des Kampfes weiter einzugehen,
liegt nicht mehr innerhalb der Grenzen dieser Darstellung
.
Wir haben nur die Schicksale Berhtolds bis zu
ihrer Erfüllung zu verfolgen.
Wahrscheinlich hegleitete er zunächst den Gegenkönig
, dem er seinen Sohn Berhtold als Geissei bei
dem Papste verstauet hatte 23), bis Ulm, wo jener
Ostern hielt (5. April), vielleicht auch noch nach
Zürich, wo Rudolph vergeblich auf den Zuzug der
Burgunder wartete, die sich fast sämmllich für Heinrich
IV erklärten.
Dann aber rief ihn die Gefahr der eigenen Be-
sizungen zu diesen zurück.
Denn schon war auf die Nachricht von der Wahl
eines Gegenkönigs Heinrich IV. von Pavia aufgebrochen
und durch Kärnten mit einem Heere in Baiern eingedrungen
, wo die Feinde Wells, wo die wilden
Horden der Böhmen sich mit ihm vereinigten. Von
da nach Ulm, wo er über Rudolph und Berhtold,
diesmal mit Befolgung der für Schwaben gellenden
Vorschriften, Gericht hallen und sie Tür todesvvürdig.
und ihrer Lehen und Würden verlustig erklären Hess.
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