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Diese Vorgänge ermuthigten die Anhänger dos
fränkischen Hauses.
Die Lage von Berhtolds Besiziingen war aber folgende
:
Der Breisgau und die Ortenau waren im Norden
wol beschüzt durch seinen mächtigen Nachbar Adalbert
von Calw, einen eifrigen Anhänger des Papstes
und Gegenkönigs, dagegen schwer von Westen bedroht
durch Bischof Wernher von Strassburg, welchem
der König die Grafschaft im Breisgau geschenkt halte.
Auch von Süden her drohte der Bischof von Basel
und mitten in dem Breisgau und rings um die schwarz-
wälder Besiziingen des Herzogs lagen die Burgen
und Lehensleute des in der lezten Lebenszeit Berhtolds
durch Heinrieh eingesezten Abts Ulrich von St. Gallen
zerstreut, des Bruders jenes Marquardt von Eppenslein,
der als Eindringling in Kärnten zu Berhtolds Todfeinden
zählte.
Der Alpgau, begrenzt von Rudolphs Besizung
Rheinfelden, von dem Hausgute des Nellenburgers
Burchard, eines eifrigen Anhängers des lezlern, war
gesichert; der Hegau durch den unbezwingliehen
Hohentwiel beherrscht-
Im Thurgau wogte der Kampf unentschieden, da
auch Ulrichs Gegenabt, Lütold, und der gleichnamige
Schirmvogt von St. Gallen, da der Abt Ekkhard von
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