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lobt worden, um diesen zum treuen Verwandten zu erhal
ten, und sodann sei die Uobergabe an Bischof Roumold von
Constanz erfolgt« mit der widerstreitenden des Auracker
Ekkehard vereinigen welcher sagt, Rudolph habe bald nach
Heinrichs III., Tode dessen Tochter, die dem Bischof ßumol
übergeben gewesen sei, geraubt und sodann geehelicht
aber der Nachricht des Jungfernraubes beifügt: >Utrum con
silio, an dolo nescitur.« Die Uebergabe des eigenen Kinde
an den Bischof von Constanz ohne den Grund, dass diese
eine Bürgschaft für das Ehversprechen sein musste, war
zum wenigsten unmütterlich. Graf Rudolph aber, Neffe Diet
richs von Lotirringen, verwandt mit den Mömpelgardern und
mit der Markgräfin Mahtilde von Tuscion, war übrigens
auch für eine Kaisertochter eine anständige Parthio. Vg. die
Genealogie bei Neug. Episc. S. 369. Sehöprlin H. Z. B. I. CO
11) Bei Ekkeh. Uraug. Pertz. Script. VI. 198, der übrigens
die Voi'gänge mehrerer Jahre in seiner Erzählung zu-
sammenfasst.
12) Im Jahr 10(31) nach Herrn. Contr. cont. 1061 nach
Ekkeh. Uraug.
IS) Hermann. Contr. cont. ad. ann. 1061: Burkardus e
Wecil de Zolra occiduntur. Die Besizungen des Hohenzol
lerschen Hauses stiessen nicht nur in der Baar, sonder
auch am südlichen Abhänge des Schwarzwaldes bei S. Morgen
an Zäringer Gut. S. mein Odalrich von Kiburg S. 84—
85. Die Verwandtschaft der Zollern mit den Nellenburgern
lässt sich theils durch den Theilbesiz an Sckaffhausen schlie
sen, welcher von Adalbert von Heigerlock eingetauscht wurde
theils aus der Angabe des Lebens Eberhards des Selige
(Mone Quellens. I), dass eine Tochter des Grafen Adalbert
eines Verwandten des Stifters zu S. Agnesen in das Kloste
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