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Gerhard und der auf ilm folgende Gebhard von Zäringcn
nennt sich der Dritte. Der Alpgau aber war, wie oben
nachgewiesen ist, an Berhtold I übertragen, also ist jener
Gerhard kaum für einen andern zu halten, als für dessen
Sohn. Es müsste denn nur in der von Dumgc (Reg. Bad.
S. 21) Charten Urkunde ein Schreibfehler, statt Gerungi, obwalten
und die Stelle sich auf den um 1090 vorkommenden
Gerung von Stülingcn beziehen, was freilich nicht wahrscheinlich
ist.
22) Otto von Constanz schon zu Ulm. Berhtold. Con&t.
Chr. ad ann. 1076 u. Apologia Gebhardi bei Ussermann II.
380 Neugart. Ep. 394.
23) Acta Conc. X. 383. Sehüpflin H. Z. B. I. 55.
24) Wir geben die Erzähunj dieser Thatsachen nach den
päpstlichen Schriftstellern Berhtold und Bornold. Herrenzimmern
ist jenes Cimbre, dessen Bürchau! de cas. S. Galli
und Gall Ohem erwähnen, nach der Analogie von Herren-
Alb, l^faffen-Schwabenheim, Münch-Aurach etc. Die Stelle
von einem Siege des Markgrafen, Berhtolds Sohn, beiBernold
kann ich nur auf Hermann H. deuten, da dieser Markgraf
war und Berhtold II wahrscheinlich aus seiner Geisseischaft
beim Papste noch nicht zurückgekehrt sein konnte.
25) Ekkehard. Uraug. ad. ann. 1077. Unsere Darstellung
des Ganges der lezten Iüiegsläufe und Ekkehard's Ausdruck
»oppidum naturaliter munitum« passt eher für Lintburg am
Rhein, als dasjenige, bei Teck. Dass das rheinische Lintburg
später als markgräfliches Gut erscheint, darf nicht beirren,
da ja auch der Markgraf für denYater kämpft. Ein eigen-
thümliches Zusammentreffen ist dann, dass auf derselben
Burg, in welcher Berhtold gebrochen verschied,
IUulolf von Ilabsburg geboren wurde.
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