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die Einsiedler Aufzeichnungen seine Vormuthung geradezu
eintrug.
Nehmen wir nun seine Conjcktur heraus, so haben
wir den ursprünglichen Eintrag in den Worten: „Gr a f
Lanjlold, der Grossvater Herzog Berhtolds,
stiftet mit seiner Gemahlin Luitgard zwei
Huben in IWeils.a
Und nun ist uns erklärlich, warum die Nellen-
burger, die in fast ununterbrochener Reihe seit Humfried
und Burchard von Rhiitien den Zürichgau be-
sassen, nie in dem Breisgau vorkommen, in welchen
nun plözlich Herzog Berhtold zu einer Zeit eingedrängt
wird, da für die Grafschaften der Grundsaz der Erblichkeit
schon längst geltend war.
Haben wir aber Landold aus der Starnmreihe der
Zmingcr entfernt, so ist die Unleisuchung über die
Ahnen der Zäringer um ein Bedeutendes erleichtert.
Wir finden als Birhtüo's Vorgänger Liutolf den Sohn
Otto des Grossen, wir finden zu gleicher Zeil aber
auch die Nachricht eines Iloehvcrralhsprozesses, welcher
Guntram das Leben und seine Güter zum Theil
in den nemliclien Orten kosteten, in welchen Birbliio
das Kloster Salzburg begabt und LiutolfsErbe Otto III
später ebenfalls begütert ist. Wir finden endlieh einen
Gimdram 026 als den lezten unter vier Grafen, die
im Breisgau als Zeugen der Schlichtung eines Streites
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