http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/fickler1856/0100
94
durch Friedrich II entrissen, von welchem sie mit der
Burg- Ortenberg- an das Stift Strassburg übergieng.
Die Grafschaft des Alpgaues, auf welche zuerst Gebhard
, der jüng-ste Sohn Berhtolds, abgetheilt wurde,
gieng in den Wirren bei'rn Tode Berhtolds I wahrscheinlich
ganz verloren; wir finden sie von 1083 an
— wenigstens die des obern Alpgaues—im Geschlechte
der Grafen von Stülingen, von denen sie an die
Küssaehberg, dann an die Lupfen, die Pappenheim,
endlich an die Fürstenberg kam 4). Die Rechtsansprüche
an Kärnten und Verona kamen nie zur
Ausübung, wenigstens ist keine Spur davon vorhanden,
die an das Herzogthum Alemannien aber wurden
durch die Wahl Berhtolds II zum Herzog effektuirt
und im Kampfe mit Friedrich von Staufen bis 1098
ausgeübt, dann aber gegen den Herzogtilel und die
Reichsvogtei Zürich abgetreten.
An alten Stammgütern finden wir folgende erwähnt:
A. Besiz der altem, Markgraflichen, je-zt
Grossherzoglichen Linie:
Die Herrschaft Baden. Dieses wichtige Besizthum
wurde bisher als Calw'sches Heirathsgut bezeichnet,
welches an Hermann I gediehen sei. Es ist aber
älterer Zäringischer Besiz, welcher nach dem Tode
Landold's an dessen Tochtermann Bezelin von Villingen
kam. Landold halle sie von seinem in Sachsen vor-
http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/fickler1856/0100