http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/fickler1856/0106
Zörino-ischer Reilersiegel von Berhtold III und Berk-
told IV, die unverkennbar den links schauenden Adler
im Schilde weisen 2).
Ja schon der Zackenrand des Schildes, der von
spätem Wappenzeichnern mehr und mehr abgerundet
wurde und sich in die blau- und silbernen Wolken
des fürstenbergischen Wappens verwandelte, findet sich
in dem Wappen der Zäringer Stadt Freiburg im Uecht-
land zu einer Zeit, wo von einer Einwirkung der
Freiburger oder Fürstenberger Grafen auf diese Stadt
keine Rede sein kann 3).
Es zerfallt daher die Annahme der fürstenbergisehen
Archivare, dass die s. g. Wolken im fürstlich Fürsten-
bergischen Schilde von den Blumeneggern als Erbe
herrühren, es ist aber auch die Vermuthung nicht
mehr stichhaltig, dass erst die Grafen von Urarh-
Freiburg und Fürstenberg dieselben \ om alten Schilde
ihres Geschlechtes — eines über blauen Bergen schreitenden
Löwen — in den ererbten Zäringer Adler
Schild herüber genommen haben.
Bis eine gründliche Untersuchung über dieAccht-
heit oder Unächlheit der Zäringischen Löwensiegel
erkannt hat, mag man sich allerdings mit Baders Vermuthung
begnügen, der Löwe stamme von dem Rec-
torate über Burgund her, welches die drei lezlen
Zäringer bekleidet haben.
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