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Wir aber könnten von vornherein sagen: Da
Hermanns Geschlecht die ältere Linie des
Hauses ist und diese in der Regel stets
den ursprünglichen Stammesschild mit den
Stammgütern beibehielt, so muss das heutige
Badische Wappen, der rothe Schrägbalken
, oder besser das rothe Wehrge-
hänge jm goldenen Schilde das alte Zärin-
gische Wappen sein, der Adlerschild aber
von einem Erbe herrühren, welches die
jüngere herzogliche Linie gemacht hat, also
wol vom Rheinfeldischen, welches an Berh-
told II, den Stifter dieser Linie fiel.
Das gleiche Vorkommen finden wir gerade bei
dem Hause der Grafen von Urach, welche mit dem
ZäringischenErbe auch dessen Adlerschild annahmen.
Der Erbe selbst, Egeno im Barte, theilte unter
seine zwei Söhne ab. Berhtold, nach unserm oben
aufgestellten genealogischen Grundsaze der ältere,
der von dem mütterlichen Grossvater den Namen
führte, erhielt die schwäbischen Stammgüter und behielt
den alten Uracher Schild, den über Bergen schreitenden
Löwen bei4). Der jüngere, Egino, erhielt mit
der ererbten Zäringer Herrsacbft auch ihren Schild
und vererbte ihn sodann auf die beiden Linien seines
Geschlechts, von Freiburg und Fürstenberg.
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