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damals den Namen von dem gleichen Apostel erhielt,
welchem die Zäringer die Kirche zu Weilheim, das
grosse Kloster S. Peter widmeten, der also Schuz-
heiliger des Geschlechtes gewesen zu seinlscheint8).
Dieses mit dem gleichen Wappenschilde zusammengehalten
— bedarf es noch mehr zur Annahme, dass
beide Geschlechter der nemlichen Wurzel entsprossen
seien?
Alles kommt nun nur noch darauf an, zu beweisen,
dass die Abzweigung der Grafen von Neuenburg nicht
von dem Markgräflichen Stamme, sondern zu
einer Zeit stattfand, da dieser von dem altzäringischen
sich noch nicht ausgeschieden hatte.
Das älteste urkundliche Vorkommen der Neuen-
burger ist das eines Grafen Erlewin von 1083 in einer
Urkunde, in welcher Herzog Berhtold II und Markgraf
Hermann II als Zeugen vorkommen, ohne dass ihr
Vervvandtschaftsverhältniss zu dem Neuenburger Grafen
erwähnt ist, was schon auf einen entferntem Grad
schliessen lösst9).
Dieser Graf Erlewin hat schon um 1100 zwei
erwachsene Söhne, Erlawyn und Berhtold und drei
Töchter, für welche er mit seiner Gemahlin Mechtild
25 Mansus, die Mühle und die halbe Kirche zu Fischbach
(nach Kirchhofer Fisibach gegenüber von Buchs,
Canton Zürich) vermacht10).
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