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ihm gegeben hat, nur ur alſin richtig wͤe, naͤmlich, daß er in
der That einen hoͤheren Geiſt beſitze, als er ſichs merken ließ.
So nun ſollte das Anſehn des Hauſes Habsburg erhalten, ſein
Flor fortgeſetzet, und mit Lothringen genauer, als jemal verbun⸗
den werden.
Soehet, da faͤngt nun die vierte Ordnung der Kaiſern an.
Zu einer Zeit, wo die Ehre GOttes ſo ſehr bekraͤnket wird, muß⸗
te freylich ein Eiferer die Krone tragen, der Willen genug haͤtte,
mit GOXXT zu halten, DEO: dem es aber auch nicht am Her⸗
zen fehlete, ſeine heilige Geſinnungen auszufuͤhren. Hierzu war
Granciſeus vollkommen recht: er beſtieg den Thron, und er⸗
klaͤrte ſi ch gleich, warum er regieren wollte: DEO & IMPE-
RIO. Sein Verhalten gegen GOTT haben wir bisher geſe⸗
hen; nun iſt noch zu beweiſen uͤbrig, wie befliſſen er fuͤr das
Reich und die Unterthanen war; & IMPERIO.
Sweyter Ehrir
in euch wiederum rege gemacht; indem ich das Augebenken ei⸗
nes ſo bedauerlichen Verlurſtes erneuerte. Da ich euch nun be⸗
reits troͤſten ſollte, forderet heute mein Amt von mir, daß ich eu⸗
re Beſtuͤrzung verdoppeln muß; denn meine Leichenrede fuͤhret mich
auf jenen Satz, welcher alle eure Aufmerkſamkeit verdienet; weil
euer eigenes Wohl damit verbunden iſt. Der große Fuͤrſtengeiſt
Granciſci iſt der Gegenſtand alles deſſen, was ich euch zu ſa⸗
gen habe: von dieſem aber kann ich nicht reden, ohne derer Herz
zu verwunden, welche Goͤchſtderſelbe in ſich eingeſchloſſen hatte.
F Guͤte
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