Universitätsbibliothek Freiburg i. Br., J 6519,baa
Gerbert, Martin; Köhler, Johann Ludwig [Übers.]
Des hochwürdigsten Herrn, Herrn Martin Gerberts ... Reisen durch Alemannien, Welschland und Frankreich: welche in den Jahren 1759, 1760, 1761 und 1762 angestellet worden; auch mit zwey Registern der Orte und merkwuerdigsten Sachen vers.
Ulm, 1767
Seite: 7
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Freiburg und der Oberrhein

  (z. B.: IV, 145, xii)



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http://dl.ub.uni-freiburg.de/diglit/gerbert1767/0021
in der Schweitz. 7

lich dem Lotharius, dem teutſchen Ludwig und Karl
dem kahlen bey Verdun im Jahr 3843. die Theilung
des Reiches vorgenommen worden; dieſer Theil von Bur⸗
gund von den Zeiten des Verduͤniſchen Vertrags an, be⸗
ſtaͤndig unter dem Schutz und der Herrſchaft der teutſchen
Könige und Kayſer geſtanden, wie ſolches Conring,
Schurtzfleiſch und Maſcov weitlaͤuftig erwieſen, welche
P. Herrgott anfuͤhret. Eben derſelbe bringt auch nach
dieſem ein Denckmahl vor, welches im Jahr der chriſtli⸗
chen Zeitrechnung 867. den 17. Auguſt gegeben worden,
das iſt 21. Jahre vor der Aufrichtung des Reiches Bur⸗
gund uͤber dem Jura, in welchem Ludwig der Koͤnig
von Oſtfrancken, vermoͤg einer Fuͤrbitte Grafens Odol⸗
richs und Hiltibolds eines koͤniglichen Geſandtens, eini⸗
gen Perſonen aus dem Argaͤu einen Freyheitsbrief ertheilet,
darinnen er ihnen das volle Geſetz ſchencket, welches insge⸗
mein Baath genennet wird, gleichwie die uͤbrigen Ale⸗
mannen haben. Hieraus erhellet nach dem Schluß des
P. Herrgotts, daß vor der Grundlegung des erwehnten
Reiches der Argaͤu zu Alemannien gehoͤret, und die Ein⸗
wohner dieſes Gaͤues der Geſetze und Vorrechte der Ale⸗
mannen theilhaftig geweſen. Er beweiſet die Sache noch
ſtaͤrcker im III. B. J. Theil der Denckmaͤhle des Durch⸗
lauchtigſten Hauſes Oeſterreich, Einl. III. S. LVIII.
vornemlich aus dem Oddo von St. Blaſien, welcher un⸗
ter andern Herrſchaften des Adalbert oder Albert III.
mit dem Zunamen des reichen, eines Urgroßvaters Ru⸗
dolphs JI. in Alemannien, auch die Grafſchaft Lentzburg
im Argaͤu gelegen anfuͤhret, und noch andere Denckmahle
der mittlern Zeit vorbringet, in welchen dieſe Theile Schwa⸗
ben oder Alemannien beygezehlet werden. Ja er fuͤhret
ſogar aus dem Johannes von Winterthurn, die Graͤntzen
bis nach Bern einer Stadt von Alemannien hinaus, ſo⸗
wie ſolches von Gallien ſich ſcheidet.
Wir haben aber nicht noͤthig ſo weit zu gehen, inde⸗
me wir uns nur bey den Granhen Alemanniens aufhalten „
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