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Baden. 25
In dem Chor der nunmehro entweyheten Kirche wird
eine Tafel gezeiget, darauf die fuͤrſtlichen Perſonen ſtehen,
welche hieſelbſt begraben liegen, und umher an den Waͤn⸗
den ſiehet man gemahlte Abbildungen derjenigen Adelichen,
welche mit dem Herzog Leopold in der Sempacher⸗Schlacht
das Leben eingebuͤſſet. In den Fenſtern ſiehet man beſon⸗
dere Geſchichte der Eliſabeth und anderer Perſonen aus
dem Hauſe Oeſterreich, die mit groſſer Kunſt eingemahlet
ſind. Ueberhaupt alles, was man hier erblicket, zeuget
von dem Durchlauchtigſten Habsſpurgiſchen Namen, und
es iſt kein Zweifel, daß nicht Windiſch deſſelben erſtes
Erbgut geweſen, vielleicht da dergleichen Hoheitsrechte nach
dem Zerfall des Roͤmiſchen Reiches, am erſten angefangen
erblich zu werden, unter welchem dieſe Stadt in des Kai⸗
ſers Antoninus Reiſebeſchreibung, als eine der vornehm⸗
ſten Staͤdte, angemerckt geweſen, von welcher der Weg
durch Augſt und Straßburg nach Trier gieng. Man zei⸗
get noch alte Truͤmmer von einem Schauplaz, und man
graͤbt verſchiedene alte Denckmaͤhler aus der Erde, von
Aſchenkruͤgen, Steinen, gebildeten Edelſteinen und Muͤn⸗
tzen. Wie dann erſt kuͤrzlich eine goldne Muͤntze iſt gefun⸗
den worden mit dem Bildniß des Philipps aus Macedo⸗
nien, welche nunmehro unſere Muͤntzkammer zu St. Blaſien
zieret, und ohnlaͤngſt iſt ein Edelſtein ausgegraben worden,
darauf das Bild des Sphinx eingegraben iſt, welche Bil⸗
dung auch in einem uralten Stein des Thurms bey dem
Eingang in die Stadt Brugg zu ſehen iſt.
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Baden.
Nie weit von den Graͤntzen dieſes alten Windiſch liegt
Baden, eine Stadt an dem Limmat Fluß, welche
wegen der Wuͤrfel, die man daſelbſt auf einer Wieſe findet,
die dahero die Wuͤrfel⸗ oder Spielwieſe genennet wird,
B 5 und
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