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Baden. 27
Der beruͤhmte Scheuchzer in ſeiner dritten Alpen⸗
reiſe?*) vom Jahr 1704. hat am erſten angemerket und
bezeichnet, daß in dieſen Gegenden zwey Wege von den Roͤ⸗
mern angeleget geweſen, der eine auf der Hoͤhe des Wallen⸗
ſtaͤdtiſchen Sees, und der andereuͤber Coblenz in der Schweiz.
Er ſagt: Zwiſchen Wallenſtadt, einem Staͤdtlein
und dem Ufer des Sees, ſtrecket ſich durch ſum⸗
pfige Wieſen der roͤmiſche Weg, der mit Kies und
kleinen Steinen beſtreuet iſt. Ich habe dergleichen
Denkmahl der Roͤmiſchen Freygebigkeit, ſo ſich
faſt anderthalb Stunden weit erſtrecket, im fern⸗
digen Jahr angetroffen in der Grafſchaft Baden
zwiſchen dem Dorf Groß-⸗Tettingen, und dem
Juſammenfluß des Limmats mit der Aar, dieſes
Werk, welches ſo viel mir bewußt, von niemand
bisher beſchrieben worden, habe ich hier den Lieb⸗
habern des Alterthums zu lieb erzehlen, und
zwar den Badeniſchen Weg in Abriß bringen
wollen X. Tafel 1. Figur. Dergleichen Wege, die
man in Ungarn haͤuffig antrift, beſchreibet der
Hochgeborne Graf, Aloyſius Ferdinand Marſi⸗
gli in ſeiner vorlaͤufigen Einleitung der Donaui⸗
ſchen Werke. S. 25.
Zu der Stadt Baden gehoͤret, was in einer anderweiti⸗
gen Innſchrift vom Franz Guillimann **) beygebracht
wird. In derſelben wird gemeldet, daß ein Mann aus
Baden, Namens Annuiſius Magianus, der Goͤttin
Iſis einen Tempel vom Grundaus auf ſeine Mittel erbauet.
So lautet die Innſchrift:
DE
*) Leyden 1723. S. 160.
*½) Im I. Buch von Schweizeriſchen Sachen C. 14.
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