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36 Zuͤrch.
zu gehen, gleich bey dem Eingang deſſelben zu Geſicht be⸗
kommen auf einem alten laͤnglichten Stein (den wir hier auf
der I. Tafel im Kupferſtich vorſtellen), welcher den 18. May
1747. in der Stadt auf dem ſogenannten Lindenhof heraus⸗
gegraben worden, und folgende Innſchrift fuͤhret: Diis ma-
nibus. Hic ſitus eſt Lucius Ælius Vrbicus, qui vixit,
anno uno, menſibus quinque, diebusquinque Vnio Au-
guſti libertus præpoſitus ſtationis Turicenſis quadrage-
ſimæ Galliarum, & lia Secundina ꝓuero dulciſſimo fe-
cerunt. Sohat ſie der belobte ſehr gelehrte Hagenbuch wel⸗
chen wir wegen ſeiner harten Kranckheit, da wir zu Zuͤrch waren,
zu unſerm groſſen Leidweſen nicht ſprechen konnten), erklaͤ⸗
ret, und mit einer ſchoͤnen Auslegung erlaͤutert, die er aus
andern alten Innſchriften genommen. Und obſchon in an⸗
dern Steinen das Angedencken dieſer vierzigſten Poſtirung
oder auch Zollſtatt von Gallien erhalten worden, ehe dieſer
Zuͤrchiſche Stein heraus gegraben worden; ſo hat er doch
dieſes Beſondere, daß er auch den Ort dieſer Poſtirung an⸗
zeiget, indeme er das einen Ort bedeutende Beywort, Tu-
ricenſis, hinzuthut. Alſo, ſpricht Hagenbuch;
damit es deutlich erhelle, daß dieſe Zollſtaͤtte
von Franckreich ehemals zu Zuͤrch geweſen, und
von dieſer Stadt den Namen der Zuͤrchiſchen er⸗
halten. Es hat alſo die Rentkammer des Roͤmi⸗
ſchen Kaiſers zu Zuͤrch ihre Poſtirung gehabt. in
welcher das Rent⸗Amt des Zolls von Gallien war
aufgerichtet geweſen Von dieſen Rent⸗Poſtirungen
waren die Poſtirungen der Soldaten verſchieden,
welche angelegenen Orten hin und her geſtellet
wurden, doch ſo/ daß ehemals auch Soldaten zuge⸗
geben worden, welche den Zolleinnehmern in Ein⸗
treibung der Gelder huͤlfliche Hand leiſten, und wi⸗
der die Gewalt und Betruͤgereyen der Kaͤufleute
beyſtehen muſten damit ich ſolches mit den Zeugniſ⸗
ſen des Alterthums nicht beſtaͤttigen doͤrfe, hat mich
des Burmanns Unterricht vom Zoll S. 14 uber⸗
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