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48 Zuͤrch.
ſtimmt geweſen ſeyn. Zu welcher Zeit es aber
verfertiget worden, kann ich nicht ſagen. We⸗
nigſtens kann man keinesweges behaupten, daß
ſich dieſes zugetragen, ehe die gemeinen Ton⸗
zeichen erfunden worden. Dann die Merk⸗
zeichen der Terz und Quint in der Muſit ſte⸗
ſten im Wege, welche unter dem erſten doppelten
Dreyeck voranſtehen 75öb’355. auf einer jeglichen
Seite des Dreyeckes. Ich halte davor, die Ue⸗
berſchrift ſeve alſo zu leſen: Detſa Kitris (Ai⸗
tres) Bruͤß ſoexe thoon apamma quaͤx
ene thuͤne tam cloim Joohiub, das iſt: Die⸗
ſe Zitter giebt ſechs Thoͤne mit einem er⸗
quickenden Alange von ſich zu klingen
Joohiub, d. i. Freudenlieder zu ſpielen. Joo⸗
hiub iſt von Jodute verſchieden, welches leztere
jene ſchreyen, ſo Gewaͤlt leiden, wie neulich Joh.
Leonh. Friſch in der dritten Fortſetzung der ver⸗
miſchten Berliniſchen Abhandlungen S. 5. ſehr
gelehrt geſchrieben, die Sprache aber gemeldter
Ueberſchrift iſt Niederſaͤchſiſch oder Schwediſch.
Da ich keine Woͤrterbuͤcher bey der Hand habe,
ſo konnte ich auch keine vollſtaͤndige Erklaͤrung
geben, ſondern ich habe die Worte nur aus der
Aehnlichkeit mit der teutſchen Sprache in dieſer
Ueberſchrift erklaͤret Aus dem Ort, wo es ge⸗
funden worden, muthmaſſe ich, es ſeye von ei⸗
nem Schwediſchen Soldaten verkauft worden,
als des Roͤniges Guſtav Adolphs Truppen nach
Lindau und Bregentz giengen. Von der ver⸗
miſcht barbariſchen Art zu ſchreiben kann ich nichts
melden, es ſind hier die Zeichen mit geſchlunge⸗
nen und mitlautenden auch mit helllautenden
Buchſtaben auf eben die Art gezieret, wie ſolche
ſchon vor dem fuͤnften und ſechſten Jahrhundert
ie
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