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Das Kloſter Muri. 51
Belohnung eine Zelle daſelbſt erbauet, und ein
regelmaͤßiges Kloſter, denen Ordensfrauen kloͤ—
ſterlicher Verloͤbniß, nach Art der Nonnen zu Mu⸗
ri oder Berau; und denſelben ſoviel und ſolche
Moͤnche vorgeſetzet werden ſollen/ welche im Stan⸗
de waͤren, ihnen vorzuſtehen und nuͤtzlich zu ſeyn.
Unter dem Chuno oder Conrad Abt zu Muri, war ein
beſonderer Orden auch vor die Eingeſchloſſenen beyderley Ge⸗
ſchlechts geweſen. Vor der Regel ſtehet das Bildniß des
heil. Benedicts, wie er einer Nonne, die auf den Knien
lieget, die Regel uͤberreichet in einer Kleidung von grauer
Farbe, unter welcher gegen die Haͤnde und Beine des ſitzen⸗
den ein Rock von weiſer Farbe hervorſiehet. Das 60ο und
62ſte Capitel der Regel, welche von den Prieſtern des Klo⸗
ſters handeln, ſind bis ans Ende zuruͤkgeſetzet. Die 12.
Stuffen der Erniedrigung und Demuth aber werden infaſt
ſo viele Hauptſtuͤcke eingetheilet. Wann man demnach auch
nicht beweiſen kann, daß dieſe Austheilung der Hauptſtuͤcke
und die Titel der urſpruͤngliche Aufſatz ſeyen; ſo kann
man doch wenigſtens daraus ſchlieſſen, daß die Abtheilung
nicht immer einerley geweſen. Die andere Handſchrift iſt
geſchichtlich, und haͤlt unter andern ein Zeitbuch in ſich,
welches von eben der Hand bis auf das Jahr 1175. ge⸗
ſchrieben iſt, zu welcher Zeit der Abt Chuno ſeine Abtey
niederlegte, und als eine gemeine Perſon lebte. Da aber
auſſer denen Sterbetaͤgen der Paͤbſte, Kaiſer, Koͤnige und
einigen beſondern Umſtaͤnden derer Biſchoͤffe zu Conſtanz
und der umliegenden Kloͤſter, dasjenige vornaͤmlich erzaͤh⸗
let wird, was das Kloſter St. Blaſien angehet, ſo ſind
wir auf die Gedancken gerathen, es moͤchte dieſes ein Werk
des Chuno ſelbſten oder des Conrads ſeyn, als welchem
auch P. Ruſtenus Heer das Birgliſche Zeitbuch zugeeig⸗
net, und an das Licht geſtellet; ja er macht ihn ſogar zum
Verfaſſer der Muriſchen Geſchichten mit groſſem Beyfall
der Gelehrten. Selbſt die Ehrwuͤrdigen Mitbruͤder von
Muri ſtehen in der Meynung, daß die Handſchrift, wel—
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