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Fiſchingen. 73
ſter hinausgeworfen wurde, und unbeſchaͤdiget davon ge⸗
kommen. Wir haben den Hochwuͤrdigen Abt in demſelben
Kloſter zu allem ſehr bereitwillig gefunden, was uns zu un⸗
ſern Abſichten vortheilhaft ſeyn konnte, indeme dieſer Vor⸗
ſteher ſich gefallen laſſen, ſelbſt nachzuſuchen. Eine alte
Urkunde, welche Mabillon in ſeiner deutſchen Reiſe an⸗
gemerket, machte uns die Hofnung, hier eine reiche Leſe an⸗
zutreffen.
In dieſem Werke fuͤhret er unter andern diejenigen
Buͤcher an, welche von dem oͤffentlichen Gottesdienſt han⸗
deln, und welche der ehrwuͤrdige Prieſter Waltram, ein
Moͤnch von Petershauſen, welcher im Jahr 1138. zum
Vater und Abt dieſes Kloſters erwaͤhlet worden, demſelben
angeſchaffet, als ein Meßbuch, ein Evangelien⸗Lectionen⸗
Amts⸗Segens⸗Antiphonen⸗Pſalmbuch, Regel und derglei⸗
chen. Alleine durch die Wuth der Flammen und durch die
ungluͤckliche Zeiten iſt es geſchehen, daß weder dieſe erſtbe⸗
nannte, noch auch andere alte Denkmaale zu unſerm Vor⸗
haben vorhanden waren, und vielleicht wuͤrde auch der erſte
Zuſtand dieſes Kloſters keine gar groſſe Menge derſelben an
die Hand geben, ob ſich daſſelbe ſchon des hoͤchſten Alter⸗
thums ruͤhmet. Es iſt zwar an dieſem Ort eine alte Sage,
daß, weilen ſolcher in Bergen und Waͤldern eingeſchloſſen,
einige Chriſten aus Italien ſchon im zweyten Jahrhundert
unter dem Kaiſer Trajan hier eine ſichere Zuflucht fuͤr der
grauſamen Verfolgung geſuchet haben. Eben eine ſolch al⸗
te Ueberlieferung behauptet auch unſer Kloſter St. Bla⸗
ſien in Anſehung der Diocletianiſchen Verfolgung. Wes⸗
wegen an beyden Orten aus dem anfaͤnglichen Einſiedler⸗
Leben nachgehends eine kloͤſterliche Geſellſchaft ſolle entſtan⸗
den ſeyn, da man mit der Zeit die Anweiſung des heil. Be⸗
nedicts angenommen. Es mag aber ſeyn, wie es will,
ſo wenden die Herren von Fiſchingen vor, und beklagen eben
ſowohl das Schickſal ihrer alten Denkmaale, wie geſagt,
als wir, da es auſſer allen Zweiffel geſetzet iſt, daß eine groſſe
Anzahl von Handſchriften, die mancherley Gattungen der
E § Urkun⸗
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