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98 Das Kloſter St. Gallen.
Groſſen uͤbergeben laſſen zum Beſten der abend—
laͤndiſchen Rirchen. Verordnungen verſchiedener Paͤb⸗
ſte, vornehmlich des Gregorius, von der Freyheit
der Moͤnche und der Kloͤſter, es ſind derſelben an der
Zahl 330. Schluͤſſe. Andere von verſchiedenen Sachen
der Vaͤter und der Kirchenverſammlungen, Regiſter der
Kirchenregeln uͤber verſchiedene Materien. Kirchen⸗
regeln aus denen Denkſpruͤchen der heil. Vaͤter ge⸗
ſammlet, und von den Geſandten ſelbſt des Apo⸗
ſtoliſchen Stuhls nach Frankreich zur Einrich⸗
tung der kirchlichen Sachen gebracht. Bur—
chards Sammlung der Kirchenraͤthen abgeſondert
in einer andern Handſchrift. Verſchiedener Kirchenver⸗
ſammlungen Schluͤſſe unter gewiſſe Titel gebracht. Ei⸗
nige Handſchriften der Schluͤſſe und Kirchenverſammlun⸗
gen ohngefehr um das neunte Jahrhundert. Einzelne Ab⸗
ſchnitte der Kirchenregeln aus verſchiedenen Kirchenregeln
herausgezogen. Man kann nicht ſelten aus dergleichen
Sammlungen entweder etwas neues zuſammentragen, oder
die gemeine Ausgaben verbeſſern und erlaͤutern, vornehm⸗
lich, wenn die Handſchriften aͤlter ſind. Dergleichen Samm⸗
lungen beſitzet auch unſer St. Blaſiſcher Buͤcher⸗Saal, dar⸗
unter die eine wenigſtens tauſend Jahr alt, die zweyte vom
neunten Jahrhundert her iſt. Etwas neuer iſt in der St.
Galliſchen Buͤcherſammlung ein in Verſen geſchriebener
Innhaͤlt, ſo die Verordnungen der heil. Vaͤter, die Schluͤſ⸗
ſe der Kirchenverſammlungen, und die Verordnungen der
Paͤbſte in ſich begreifet. Am Ende ſteht: Dieſes Buch
iſt zu Rotweil von Johann Dominicus Mandli
zu Ende gebracht worden den 1ten May im Jahr
des HErrn 1354. In einer beſondern Handſchrift vom
fuͤnfzehnten Jahrhundert ſtehen die Verbeſſerungspuncten
der Conſtanziſchen Kirchenverſammlung. Eine Rede wi⸗
der den Hieronymus von Prag in einer Handſchrift, die
die Aufſchrift hat: Vergleichung wider den Siero⸗
nymus,/ einen Hußiten, in dem oͤffentlichen Kathe⸗
itz;
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