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Das oͤſtliche Alemannien. 117
und dem Mayn begriffen wird, ſo hat es vornehmlich ſeinen
Namen von ſeinem erſten Urſprung faſt innerhalb den Graͤn⸗
zen des alten roͤmiſchen Waͤlles diſſeit des Rheins, und
derer ſteuerbaren Landſchaften, nachdeme dieſe Gegend von
den Mareomannen verlaſſen worden, an deren Stelle ein Zu⸗
ſammenfluß von allerhand Voͤlkern kam. Und zwar ſind
die Schwaben gegen Morgen von dem Schwaͤbiſchen
Meer der Donau hergekommen, wie ſolches Tacitus *)
bezeuget, gleich nach dem Tode des Auguſtus, von wel⸗
chen Alemannien in den folgenden Jahrhunderten den
Namen Schwabenlandes erhalten, ſo, daß ſchon gegen das
Ende des vierten Jahrhunderts, als in welches die Theo—
doſianiſche Landcharte zu ſetzen, Alemannien auch das
Schwaͤbiſche genennet, und die Einwohner dieſer Gegend
Schwaben oder Alemannen ohne Unterſchied ſind geheiſſen
worden. Aus dem Claudianus und Auſonius iſt zu
ſchlieſſen, daß man die Schwaben insgemein Alemannen
genennet habe. Gregorius von Tours **) und Paulus
Diaconus ſagen es ausdruͤcklich. Jener ſpricht: Auf
die Vandalen ſind die Schwaben, d. i. die Ala⸗
mannen gefolget, welche Gaͤllicien eingenom⸗
men. Dieſer ſagt: Derſelbe iſt aus dem Volk der
Schwaben, das iſt, der Alemannen gebuͤrtig. Und
Walafried Strabo **) meldet: Da die zwey Woͤr⸗
ter Schwaben und Alamannien ein Volk anzei⸗
gen, ſo nennen uns unter dem erſten Namen die
herum liegende Voͤlker, welche die lateiniſche
Sprache fuͤhren ꝛc. Und ſo zeiget es der Erdbeſchrei⸗
ber Ravennas ***) ein Schriftſteller des ſiebenten Jahr⸗
hunderks, nach deſſen erſten Herausgeber dem Plac. Por⸗
cheronus; der Verfaſſer hingegen der Abhandlung von
der Gegendbeſchreibung Italiens der mittlern Zeit, ſetzet
H 3 ihn
*) In dem erſten B. der Jahrbuͤcher. Cap. 44.
**) Im 2. B. der Geſchichte.
n3e) In der Vorrede zur Lebensbeſchreibung des h. Gallus.
) Im 4. B. ſ. Erdbeſchreibung.
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