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Das oͤſtliche Alemannien. 119
mann dafuͤr: Die Alemannen, wann dem Aſinius
Qucdratus, einem Italiaͤniſchen Mann zu glau⸗
ben iſt, welcher die deutſche Sachen fleißig be⸗
ſchrieben, ſind ein zuſammen gelauffenes Volk und
vermiſchte Leute, ſo wie es auch durch ihren Na⸗
men amezeiget wird. Und ſo erklaͤren es gemeinig⸗
lich die Deutſchen nach ihrer Mundart, welches eben ſo viel
heißt, as Alle Manner, Allerley Manner. Es iſt
auch walrſcheinlich, daß von einer gewiſſen Gottheit, Ala⸗
man, der Name Alamannia herkommt, gleichwie die
Schwayen von Suevus, und die Deutſchen von Teuto
alſo geiennet werden. Es wurde an dem Bodenſee ein
Bildnß von dem Hercules Alemannus bis auf die Zeit
Kaiſes Maximilian I. verwahrlich aufbehalten, auf deſ⸗
ſen Befehl ſolches nach Innſpruck gebracht worden, nun
ſoll es in dem Pfaͤlziſchen Schatz ſich befinden. Andere wol⸗
len, es ſeye der Mercurius, welchen man in dem Dorf
Alna, nicht weit von Conſtanz im Jahr 1507. gefunden,
wie ſlches aus einem Pergament erhellet, welches darneben
verwahret, und vom Beger *) in dem Pfaͤlziſchen
Schatzʒ alſo angegeben wird:
Allmann Abgott bin ich,
Die Deutſchen iren Nam hambt durch mich,
Von groſſen Streiten der Walchen dich verſich,
Alamanna Deutſchzland nennt ſich,
Bey Conſtniz im Dorf Alma lag ich,
Durch Kunig Maximilian ſchickt es ſich,
Im XVC. und VII. Jare in die Lad legt er mich.
Es iſt ein Dorf, nicht weit von der Stadt Conſtanz und
dem See, Almas, oder Almannsdorff genannt. Bey
denen Alten heiſſet ſchier die Landſchaft des ehemaligen Ger⸗
maniens, von welchem wir handeln, Alamannia; doch
iſt der Gebrauch ſo, daß man ſie jezo vielmehr Alemannia
H 4 nennet
*) S. 16.
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