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138 Ottobeuren.
alles anzuſchaffen, was zu unſern Bemuͤhungen vortraͤg⸗
lich geweſen.
s
Ottobeuren.
Wie haben uns zu Kempten nicht lange aufgehalten,
ſondern unſere Reiſe nach dem uralten Kloſter Otto⸗
beuren, welches ebenfalls unter dem Orden des H. Bene⸗
dicts ſtehet, fortgeſetzet. Dieſes Kloſter machet bey der
Annaͤherung des 1764ſten Jahres Anſtalten, das tauſend⸗
ſte Jahr ſeiner Stiftung zu feyren, und zwar durch die
Einweihung einer ungemein praͤchtigen Kirche, welche nach
ihrer Wuͤrde das herrliche Kloſtergebaͤude, ſo an Mahle⸗
reyen, Marmor und Bildhauerarbeit auf das treflichſte ge⸗
zieret iſt, noch weit uͤbertrift. Fuͤr den Stifter aber wird
Syllachus mit ſeiner Gemahlinn Ermiswinda, Her—⸗
zog der Franken, Landvogt von Alemannien und Graf
des Ergaͤues gehalten. Von ſeinem Sohn Toto, erſtem
Abt, finden wir in einem Calender vom zwoͤlften Jahrhun⸗
dert, der unter dem Abt Iſingrim geſchrieben worden,
folgendes: Den 19. November, Toto Abt, der Stif⸗
ter dieſes Ortes. Und in einem alten Todtenregiſter
auf eben dieſen 19. November: Toto, unſer Abt, wel⸗
cher den Leib des heiligen Alexanders hieher ge⸗
bracht, und deſſen Eltern haben dieſen Ort ge⸗
ſtiftet. Unter denen Handſchriften, welche den raͤuberi⸗
ſchen Haͤnden der eiferſuͤchtigen Nachbarn und anderm Un⸗
gemach der Zeiten entgangen, ſcheinet eine uralte denen Jah⸗
ren der Stiftung ſchier gleich zu kommen, dieſe iſt mit ver⸗
miſchten Merovingiſch⸗-Carolingiſchen Buchſtaben geſchrie⸗
ben, und hat die Aufſchrift: Im Namen unſers HErrn
Ivbſu Chriſti fangen die Predigten durch das gan⸗
Ze Jahr hindurch an, welche zu leſen ſind: des⸗
gleichen von der. Zukunft, und von der Geburt
es
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