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142 Ottobeuren.
Da auf dieſer Tabell die Stuffen nach der Ordnung
beſtaͤndig fortgehen, um die natuͤrlichen Tagesſtunden aus
der Ab⸗ und Zunahm des Schattens, je nachdeme die Son⸗
ne naͤher oder weiter ſtehet, nach dem halbjaͤhrigen Lauf der⸗
ſelben, abzumeſſen; So machen die mannigfaltige Zeitpunkte
der kirchlichen Gebet-Stunden, in der aus der Ottobeuri⸗
ſchen Handſchrift angefuͤhrten Uhr, einige Verſchiedenhei⸗
ten. Und zwar vornehmlich in Anſehung der erſten Stun⸗
de, als welcher beſtaͤndig eilf Fuß zugemeſſen ſind, weil, da
man ,nach der Regel des H. Benedicts die Metten und
den Lobgeſang mit Anbruch des Tages halten muß, man
die erſte Stunde nothwendig ſpaͤter hat halten muͤſſen. Was
die uͤbrigen Stunden anbetrift, ſo findet ſich dieſer Unter⸗
ſchied; nach der Rechnung des Beda werden die Stuffen
allezeit durch eine gedoppelte Zahl unterſchieden in Anſe⸗
hung der dritten und neunten Stunde, naͤmlich 17. I5.
13. 11. 9. 7. in Abſicht auf die ſechste Stunde 11. 9. 7.
5§. 3. I. In der Kirchen⸗-Uhr aber findet ſich eine Abmeſ⸗
ſung in Anſehung der dritten und neunten Stunde, welche,
da ſie gleich weit von der ſechſten Mittags⸗Stunde abſtehen,
auch ein gleiches Maaß haben, naͤmlich 15. 13. II. 10.
9. 8. in Abſicht auf die ſechſte 9. 7. 5F. 4. 3. 2. vielleicht
wegen der ungleichen Lage des Ortes, zu welchem dieſe Uhr
gehoͤret, von demjenigen, welchem Beda ſeine Rechnung
gewiedmet, gegen die Sonne. Es ſcheinet aber dieſe Uhr
ſich mehr fuͤr Welſchland, als unſer Deutſchland oder fuͤr
das Kloſter Ottobeuren zu ſchicken, welches wir jezo nicht
unterſuchen, ſondern zu andern merkwuͤrdigen Handſchrif⸗
ten der Ottobeuriſchen Buͤcher Kammer fortgehen wollen.
Unter dieſen hat ſich Bernhard Bez des Alans Streit⸗
ſchriften wider die Ketzer, zu ſeiner Sammlung der noch
nicht heraus gegebenen Schriften, ausgebethen. Des
Babions Reden uͤber einige Sonn⸗ und Feſttaͤge, zuge⸗
ſchweigen von der unter dem falſchen Namen des Pabſtes
Clemens geſchriebenen Abhandlung von dem Stand der
Geſtiene. In einer Handſchrift ohngefehr vom zwoͤlften
Jahr⸗
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