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Ottobeuren. 145
mit einer Vorrede vom Leonhard Widemann an die⸗
ſen Biſchof. Am Schluß ſtehet folgendes: Es endiget
ſich gluͤcklich des Hochwuͤrdigen Augſpurgiſchen
Vorſtehers Rede in unſerm Ottinpurrhiſchen Klo⸗
ſter der heiligen Maͤrtyrer Alexanders und Theo⸗
dors 1518. In dieſem Jahr naͤmlich iſt ſie mit Otto⸗
beuriſchen Schriften gedruckt worden. Andere ſeltene Aus⸗
gaben der Buͤcher fuͤhret Schelhorn *) in ſeinen Kir⸗
chen hiſtoriſch⸗ und gelehrten Ergezlichkeiten an,
und zwar einige, welche zu Anfang des ſechzehnten Jahr⸗
hunderts unter der Anſtalt des belobten Abtens gedrucket
worden. Mabillon hat ohne Zweifel dieſes nicht gewuſt,
indeme er ſelbigen in ſeiner Reiſe durch Deutſchland als ei⸗
nen ſolchen beſchreibet, der ſich um die Wiſſenſchaften nicht
bekuͤmmert. Es rettet ihn aber der gemeldte Schelhorn
von dieſer Beſchuldigung, und ſetzet ihn mit gebuͤhrendem
Recht unter die fuͤrtreflichſten Goͤnner der Wiſſenſchaften
ſeiner Zeit. In der That erhellet dieſes aus ſeinen daſelbſt
ausgegebenen Briefen an den Reuchlin, wie hoch er den
gelehrten Bemuͤhungen des P. Nicolaus Ellenbogens,
eines Moͤnchens zu Ottobeuren, zugethan und geneigt ge⸗
weſen. Es werden noch mehrere Handſchriftliche Buͤcher
dieſes grundgelehrten Mannes in dem Buͤcherſaal zu Otto⸗
beuren aufbehalten, welche der Cardinal Quirini, da
man ſie ihme abgeſchrieben, ſehr dankerkenntlich aufgenom⸗
men. Und zwar ſo ſind ſeine ſieben Buͤcher von Briefen,
welche noch aus neun uͤbrig vorhanden, vor wuͤrdig gehal⸗
ten worden, unter der Anſtalt des Baluzius dem Colber⸗
tiniſchen Buͤcherſchatz einverleibet zu werden, wie ſolches
Mabillon erzaͤhlet.
Mem—
*) Im II. Band. S. 602. u. f.
Srn. Fuͤrſt u. Abt Gerberts Reiſen. K
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